Samstag, 31. Oktober 2009

transitions





Sonntag, 4. Oktober 2009

we are ghosts

we are ghosts
dreaming of disintegration
in winter
our breath will be fog
our eyes pale blue
the eyes of newborn babies


the core of substance is emptyness
the core of emptyness is wholeness



the blue sky resembles the eyes of newborn babies
it has no colour, it's just a reflection of light

Dienstag, 22. September 2009

the creature




Elf Power: The creature

Careful where you hide, secrets come alive
Walk right by the evil things, slip into the night
I am the creature and I'll roam
I've lived a thousand times before
No longer waiting at your door
I am the creature and I'll roam

All across the land, the spectre holds your hand
Though her face, you cannot see, her thoughts you'll understand
I am the creature and I'll roam
I've lived a thousand times before
No longer waiting at your door
I am the creature and I'll roam

Come on under, I'll be waiting right beneath your feet
Time is over, we're forgotten, lightning fills the seas

Have you ever heard the noises and the words
Calling out to lure you to the boiling underworld?
I am the creature and I'll roam
I've lived a thousand times before
No longer waiting at your door
I am the creature and I'll roam

Come on under, I'll be waiting right beneath your feet
Time is over, we're forgotten, lightning fills the seas
Lightning fills the seas, lightning fills the seas


[ The Creature Lyrics on http://www.lyricsmania.com/ ]

Samstag, 12. September 2009

follow the map

zwischenstation: tiefer winter. ausruhen.



was zählt wirklich? du weisst es. wir sind schon so weit gekommen. stell dir vor, du würdest stehenbleiben, gerade jetzt. ruh dich kurz aus. deine reise ist noch nicht vorbei. wenn sich das universum wie eine kugel über euch schliesst, bist du angekommen.
über euch?
jeder mensch hat sein gegenstück. niemand ist allein.

Sonntag, 30. August 2009

wanderlust



irgendwann werde ich wohl immer auf reisen sein. ein festes domizil brauche ich dann nicht mehr,
ich werde in hotels, motels und pensionen absteigen.
mein steckenpferd, seltsame dinge aus aller welt zu sammeln, werde ich dennoch nicht aufgeben.
ich werde meine besitztümer auf lagerräume und schliessfächer in der ganzen welt verstreuen.

über das verschwinden

tief luft holen....und langsam untertauchen. die augen weit öffnen, keine angst vor dem brennen des salzwassers. das licht färbt die wasserfläche über dir in grün, von dem du oft geträumt hast, funkendes grün, das es auf der erdoberfläche nicht gibt. die luft reicht noch aus, sinke tiefer. langsam verschwindet das funkeln, vereinzelt sickert noch licht zu dir herunter. langsam gewöhnst du dich wieder an schwerelosigkeit, auch deine gedanken werden leichter, weicher. bis du dich auflöst und ganz zu verschwinden scheinst. doch langsam kommst du selbst wieder zum vorschein. was bleibt von dir, wenn alles schwere von dir genommen wird? wer bist du? jede zelle in deinem körper schwingt auf einer frequenz, die musik gleicht. tauch noch tiefer und lass die augen weit offen.
du lässt die luft aus deinen lungen entweichen, myriaden von luftbläschen umgeben deine schwebende gestalt
es ist der beste augenblick, der gleichzeitig ein abschied ist.

der mann liegt auf der wiese vor dem haus und blickt in den himmel. seine haare trocknen langsam im wind. immer wieder blickt er zum meer hinüber, dann wieder zum himmel. als wären dort in den urelementen alle antworten enthalten, die er immer gesucht hat.
weit über ihm taucht ein vogel ins blau, immer weiter, bis er verschwindet, sich aufzulösen scheint.
geht es darum, um's eintauchen, um das verschwinden? schreibt er in sein notitzbuch, das vor ihm im sand liegt. müssen wir uns selbst vergessen, um das wirkliche leben zu finden? müssen wir uns erst auflösen, um ganz zu werden?

ich kannte einmal ein mädchen,
schreibt er weiter, ein mädchen, das irgendwie bescheid wusste. manchmal erzählte sie darüber, über das verschwinden. sie sagte, sie würde es gerade lernen. es wäre eine kunst, die lebenslanges lernen erforderte. wenn sie darüber sprach, lag etwas sonderbares in ihren augen, etwas wildes, ungezähmtes. etwas, was nicht menschlich wirkte. nur ein wildes kind, schreibt er weiter. ein wildes kind, mehr nicht, und mehr wollte sie auch nie sein. er fragt sich, ob sie es inzwischen geschafft hatte, wieder ein stückchen mehr zu verschwinden. um ihrer heimat näher zu sein.


Freitag, 31. Juli 2009

der strandläufer

der erwachsene mann, der noch immer die träume eines kindes hatte, sass auf der klippe und sah über das meer, das im letzten licht des tages eine dunkelblaue färbung angenommen hatte, ganz hinten am horizont lag ein streifen grauviolett, es sah so aus, als hätte ein aquarellmaler eine nasse leinwand erst mit der grundfarbe blau bemalt und dann immer wieder neue farben darübergestrichen. mit jeder minute veränderte sich die farbe des meeres, kaleidoskopartig, schillernd, die kalten unterströmungen zogen sich silbern wie feine linien durch's bild, es gab wärmere pools zwischen den riffen, die in hellerem blau oder grünblau changierend im letzten licht der untergehenden sonne dalagen und ihn, den mann auf der klippe, einluden, hineinzuspringen und zum zentrum des grün zu tauchen, wo das wasser warm und die farbenpracht der riffe unendlich war.

doch es wurde langsam kalt, er hatte sich schon seinen pullover übergestreift und liess das baden für heute lieber sein. er mochte es, einfach nur auf der klippe zu sitzen und den wellen zuzusehen, den schaumbrechern, die als weisse krönungen auf den wellen sassen, der gischt am strand, wo sich wasser und sand trafen und wo das wasser sanft ausrollte. einige dunkelgrüne algen brachte der ozean dem sand aus seinen tiefen mit, einige krebschen und kleingetier, das sich unverzüglich in den nassen sand grub, einige muschelsplitter und ein, zwei der grossen muschelgehäuse, die er liebte, aber nie mit nach hause nahm. er warf sie lieber zurück ins wasser, obwohl er nicht wissen konnte, ob der eigentliche besitzer, das muscheltier, noch lebte oder nicht. er liebte die grossen muschelgehäuse und bizarres treibholz und er fotografierte sie oft, wenn sie am strand liegend seltsame formen ergaben, die er manchmal zu ergründen suchte. es war jedoch besser, sie einfach nur zu betrachten. lange, in alle details gehend, minutiös. er konnte stundenlang nur schauen. die touristen am strand, die er oft beobachtete und die muscheln sammelten, um sie später wieder wegzuwerfen, die flüchtigen seelen, die er oft hier entlangkommen sah, bemitleidete er immer ein bisschen wegen der hektischen verworrenheit ihrer gedanken und dem, was sie taten, schnell und ohne bedacht, ohne die details zu erkennen, die für ihn immer das schönste waren. die details, die er als das wichtigste erkannt hatte.

das wasser lag nun wie ein quecksilberspiegel vor ihm und die erste nächtliche schwärze begann heraufzukriechen, bald würden die ersten sterne in den dunklen ozean gebettet werden und der himmel würde sein spiegelbild auf die oberfläche des wassers hauchen
in diesem seltenen lichten gold

er zog sich die kapuze in die stirn und wartete




für figurehead