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Sonntag, 20. Januar 2019


“ The planet does not need more ‘successful people’. The planet desperately needs more peacemakers, healers, restorers, storytellers and lovers of all kinds. It needs people to live well in their places. It needs people with moral courage willing to join the struggle to make the world habitable and humane and these qualities have little to do with success as our culture is the set. ”

 Tenzin Gyatso, The 14th Dalai Lama


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Mittwoch, 25. Juli 2018



“We have the money, the power, the medical understanding, the scientific know-how, the love and the community to produce a kind of human paradise. But we are led by the least among us – the least intelligent, the least noble, the least visionary. We are led by the least among us and we do not fight back against the dehumanizing values that are handed down as control icons."

Terence McKenna



Dienstag, 24. April 2018


"If someone told me to write a book on morality, it would have a hundred pages and ninety-nine of them would be blank. On the last page I would write, “I recognize only one duty and that is to love.” And as far as everything else is concerned, I say no."

   Albert Camus




Mittwoch, 16. November 2016



Goodbye old friend, demon cleanser, touchstone, my inspiration on everything I have ever done - I am crying for you tonight in your native land. I want to know you’re happy where you’ve landed and save me a spot next to you please.(and Kurt) I love you Leonard. I love you so much. I’m sorry I never got to tell you. Rest in peace and exultation. xxxxx


Courtney’s reaction to the passing of Leonard Cohen


via: http://fuckyeahcourtneylove.com




Sonntag, 16. August 2015





man liebt nie zuviel, immer nur zu wenig








Mittwoch, 17. Juni 2015




I wish they would take me as I am.”    

 Vincent van Gogh



Samstag, 17. November 2012

"Moonshine night, mountain village
Insane in the woods, in the deep trees
Under the moon, beneath the stars
They reel and dance, the young folk
Led to the lake by a king and queen
Oh I want to be there, I want us to be there
Beside the lake, beneath the moon
Cool and swollen, dripping its hot liquor"
 
          - Jim Morrison

Freitag, 8. April 2011



Attention to the disappearance of contemporary chinese artist ai weiwei. Last sunday, april 3rd, 2011, Ai Weiwei and his friend Wan Tao were stopped and detained by police authorities, from boarding a flight from beijing airport. they were then escorted away.

Since then, there has been no word as to their whereabouts until now. A statement was released this afternoon from a state-run global times newspaper breaking china’s media silence on the situation, stating that ai weiwei has no respect for the laws of his country, and that he is on the verge of pushing the limits of legal tolerance. for this, Ai Weiwei’s behaviour will be evaluated and he will pay a price for his actions.

The artist is best known for his political activism revolving around the earthquake that hit china’s sichuan province in 2008. Since then he has faced physical abuse from authorities, his new studio was recently demolished and his name and work
has been censored throughout china among other events and incidents.

You may read more about the detainment of ai weiwei by jerome cohen here.

Ai Weiwei’s work ‘sunflower seeds’ is currently on show at the tate modern in london. In may his ‘cirlce of animals / zodiac heads’ world tour will begin in the grand army play near central park in new york.
(via contemporary-art-blog)

http://contemporary-art-blog.tumblr.com/post/4415129938

Sonntag, 8. August 2010

herbstwind

I

der wind macht heute geräusche wie ein unheimliches grosses graues tier. der himmel bezieht sich rasch, silbrig, ein wechselspiel zwischen blau und eisgrau, dazwischen immer das glitzern. silbern. von unbeschreiblicher fast wahnwitziger schönheit.
das graue tier heult den rest des sommers an.
es hebt die tatzen und kratzt die späte sommerbläue vom himmel.



II

eine in schwarz gekleidete gestalt mit tief in die stirn gezogener kapuze sprüht gerade etwas auf eine hausmauer. vor ihr im gras liegen spraydosen und eine vielzahl kleinerer gegenstände.
ein bild...ist es ein bild? bei genauerem betrachten fällt auf, dass es irgendetwas anderes ist, aber es ist auch ein bild. ein code, eine versteckte nachricht, es ist schwer zu sagen.
die person in schwarz hantiert mit spraydosen in allen erdenklichen grössen sowie mit feinsten schablonen. zierlich und verwirrend nimmt etwas gestalt an, wie eine mathematische formel, die gerade erst erdacht, zum ersten mal geschrieben wird. einiges wird übermalt, anderes überschrieben, schicht um schicht wird das mauerwerk bedeckt mit etwas, das einer schillernden membran gleicht, dann materieller wird, wie um sich zu setzen, langsam mit der wand zu verschmelzen und die wand auf unbegreifliche weise zu zersetzen.
alles geschieht in völliger stille. ab und zu leises klackern, wenn die spraydosen geschüttelt werden, wie murmeln, die aneinander stossen. wenn das bild fertig ist, werden bestimmte dinge für immer anders sein. einige werden die botschaft lesen können, doch es werden wie immer wenige sein. sie werden ausreichen. die anderen existieren weiter, ohne dem bild beachtung zu schenken. vielleicht sehen sie auch nur das graue mauerwerk einer hausmauer.



III

ein kind lehnt sich lachend aus dem fenster. seine haare werden vom herbstwind zerzaust. es sieht den fremden mann unten an der hausmauer stehen. „willst du zu uns?“
eine seltsame freude liegt auf den zügen des kindes, das plötzlich greisenhaft alt erscheint, so als hätte es bereits in jungen jahren alles gesehen, was es zu sehen gilt. der mann betrachtet das greisenhafte kind, lächelt zu ihm herauf und winkt einen freundlichen gruß. dann zwinkert er ihm zu, als gälte es einem geheimen verbündeten ein zeichen zu senden. das kind zwinkert zurück und lacht. der mann stimmt in das fröhliche kinder-greisen-lachen ein.
eine windböe trägt die beiden stimmen über die hügel davon.



IV

„nimm mich mit“, sagt das kind
das geheime mal steht auf seiner stirn wie ein klarer stern
„bald“, sagt der mann. „bewahre du inzwischen das sternklare licht“

Sonntag, 4. Juli 2010

godspeed, my friend

es ist erst einige tage her und es fühlt sich an, als wären es schon wochen.
die verbindung zu einem menschen ist abgerissen, ganz plötzlich, der mensch ist fort. man weiss nicht, wohin er gegangen ist, niemand weiss genaues. auf einmal war er weg.

wer war er?
für viele ein held, was er jedoch konstant ignorierte. vielleicht hätte er es akzeptieren sollen. die liebe, die man ihm entgegenbrachte, war echt. nun, da er gegangen war, versuchten alle, ihr gebrochenes herz durch unsinnige aktivitäten zu kurieren. einige suchten wie verlassene kinder alle orte ab, an denen er jemals gewesen war. sie hofften, ein zeichen seiner präsenz zu finden, doch jeder versuch endete in einer sackgasse. und mit jedem versuch wurde das innere frieren schmerzhafter, bis sie irgendwann realisierten, dass die welt durch den verlust eines solchen menschen nie wieder dieselbe sein würde. die welt wird kälter und kleiner. es ist so, als wäre zuerst dieses weite offene land gewesen, das danach von einem stacheldrahtzaun durchzogen wird. wieder mal den blick auf den weiten horizont versperrt, und man vermisst den freien blick in die weite mehr als alles andere.
die welt wird wieder neu definiert, alles verschiebt sich, alles ist im wandel. neue wunden. neue mauern. wieder mal etwas, womit man nicht gerechnet hätte. und womit man irgendwie klarkommen musste.
jeder auf seine art.

manche setzten sich in einen stillen winkel und betranken sich. dachten an ihn. versuchten, ihren schmerz durch trotz zu bekämpfen. doch es brachte nichts.
das schwarze loch, das in ihre seelen gerissen war, wurde dadurch nicht kleiner. jeden tag wuchs es, jeden tag erinnerte es sie daran, was sie verloren hatten. nicht nur einen mann, sondern ein ganzes universum.

einige, und zu denen gehöre auch ich, versuchen, den schmerz zu einem teil ihres universums zu machen und damit zu leben, ihn zu akzeptieren und zu ertragen. darüber zu schreiben, was im moment noch viel mehr weh tut, als die gefühle zu verdrängen oder zu betäuben. dieser schmerz ist rauh und wie eine offene wunde, aus der blut fliesst. doch ich will nicht, dass sich diese wunde entzündet und gift ausströmt. ich möchte den scharfen schmerz fühlen, der mir die tränen in die augen treibt. kein vergifteter gedanke darf hier gedacht werden. keine bitterkeit, keine vorwürfe. nichts von alldem hat hier platz. es passt nicht zu ihm, nicht zu uns.
der schmerz ist scharf und schneidend wie der herbstwind, der dir tränen in die augen treibt.
und wieder muss ich an ihn denken.
frische kalte luft, eine breite strasse, endlos. das gefühl der freiheit. was für ein mensch.


ein freiheitskämpfer, sagte vor einigen tagen einer zu mir, der es wissen musste.
wenn man einen solchen menschen verliert, verliert man einen teil seiner stärke.

wir sind alle stark, doch in manchen momenten dürfen wir einfach nur klein und traurig sein.


godspeed you, boon dock rod!

Montag, 31. Mai 2010

"I like people who shake other people up and make them feel uncomfortable."

Jim Morrison

Dienstag, 18. Mai 2010

rebell

warum zitierst du eigentlich so oft gedichte? ich meine, was bringt es dir, hier in dieser drecksstadt von den alten romantikern wieder und wieder anzufangen, so als wäre hier noch alles..
in ordnung?
so ungefähr, ja. in ordnung, könnte man so sagen. hast du keine gefühle?
was soll das wieder heissen, hast du keine gefühle? ich hab genug gefühle, darum liebe ich diese gedichte ja so.
ich denke, nur ein gefühlloser mensch kann es ertragen, solche gedichte zu lesen.
was im prinzip schon mal ein widerspruch an sich ist.
hast du..ich meine..hast du kein herz? das dir gerade bricht? wie kannst du es ertragen, von mondlicht und sternen zu faseln, von wäldern und menschen, die auf diese obszöne art und weise so ehrenhaft sind, dass ich kotzen könnte, wie packst du das? schau dich doch mal um, mann, und sag mir, ob es nicht absolut lächerlich ist, hier noch an solche dinge zu glauben. und das machst du auch, oder? du glaubst daran. stimmt's? du tust das.
und hier ist auch schon die lösung des widerspruchs. ich glaube dran, da hast du recht. darum bricht mein herz auch nicht, wie du es so schön poetisch ausgedrückt hast. du hingegen...
was, ich?
du glaubst nichts davon. du hoffst nicht, du glaubst nicht, du hast keinen weg, den du trotz dieser verwirrung, die hier überall herrscht, gehst.. unbeirrt gehst, weil du genau weisst, dass es diesen weg gibt, egal zu welcher zeit wir gerade geboren wurden. du bist zwar nicht innerlich tot, sonst wärst du abgestumpft und dein herz würde sich nicht anfühlen, als würde es gerade brechen. aber du bist fast tot. du steckst zwischen hohen mauern fest und kannst dich nicht mehr bewegen. hast du nicht das gefühl, gefangen zu sein?
könnte man so sagen, ja. und immer wieder gegen mauern zu rennen, und mir den kopf blutig schlagen, und was am schlimmsten ist, das alles auch noch ohne sinn. irgendwann dachte ich, ich lasse es sein. die mauern sind nun mal da und es gibt keinen weg raus. man muss sich damit abfinden.
du hast etwas übersehen. etwas wirklich wichtiges, das sogar in den romantischsten gedichten immer wieder vorkommt. man findet sich nicht mit situationen ab, die schlecht sind. es sind alles rebellen, die da drin vorkommen.
ja, rebellen des geistes, vielleicht, ja. aber was bringt es, ein rebell des geistes zu sein?
das wort nimmt gestalt an. zuerst war immer das wort. kennst du sicher, oder. stammt aus der bibel. ganz wichtige worte.

alter, irgendwie kommt mir vor, als würde ich am meer stehen, gerade jetzt, und da wären da nur das meer, und du, und ich, und ich könnte einfach so sagen, ich will mein leben so und nicht anders leben, und all das würde einfach so klappen. lächerlich, oder?
nur dann lächerlich, wenn lächerlich in diesem zusammenhang heisst, dass du wirklich was kapiert hast. ich würde sagen, du hast was gecheckt.
ok, nehmen wir mal an, ich wäre ein rebell des geistes. ich hab dinge im kopf wie du. ehrenhaftigkeit, ewige suche nach gleichgesinnten und liebe zu menschen und zur natur, was bringt es mir letztendlich ein? ausser immer wieder enttäuscht zu werden?
mh..die enttäuschungen kann ich dir garantieren. die kommen auf dich zu wie das amen im gebet. du erträgst sie und hältst den kopf hoch, du trägst es mit würde und du fängst immer wieder bei null an, egal, was da noch passieren wird. irgendetwas undefinierbares gibt dir kraft, das alles zu packen.
und irgendwann lese ich deine gedichte, ohne dran zugrundezugehen, was?
irgendwann liest du meine gedichte, ja. und irgendwann schreibst du deine eigenen.

ich und gedichte, oh mann. am liebsten würde ich jetzt die mauern volltaggen, ich würd denen gern sagen, was ich von ihnen halte, den säcken da oben. und ich würd worte wählen, die sie betroffen machen, verstehst du? die ihnen ..
das herz brechen?

ja.
verdammt...ja!

Mittwoch, 14. April 2010

runaway

die autositze rochen leicht nach tabak und leder. die strasse war silbriggrau von regen der vergangenen nacht und glänzte.
es gibt momente im leben, die einfach perfekt sind, dachte sie
nur meistens verschläft man sie, oder man hat verlernt, sie wahrzunehmen.

sie war früh aufgebrochen, es war noch dunkel gewesen, die rezeption des hotels war noch nicht besetzt. sie hatte den schlüssel auf den tresen gelegt und war gegangen, ohne sich gedanken darüber zu machen, warum sie ihren urlaub ganz plötzlich unterbrochen hatte. sie wusste es ohnehin. ihr zimmer wäre noch einige tage für sie reserviert gewesen.

sie wollte jedoch etwas anderes. etwas, das sie selbst noch nicht kannte. in ihr uraltes auto steigen und weiterfahren. im auto schlafen, ohne über die möglichen gefahren nachzugrübeln. dass gerade solche aktionen für eine junge frau gefährlich sein könnten, wusste sie natürlich. sie war mit warnungen vor gefahren und bedrohungen aufgewachsen, man hatte sie damit vollgestopft, seit ihrer frühesten kindheit.
geh am abend nicht allein weg,
nimm eine freundin mit, wenn du fortgehst,

geh nicht dahin, wo du am liebsten bist,
spiel nicht im dunklen allein,

komm am abend rechtzeitig nach hause.
dinge wie diese hatte sie sozusagen mit der muttermilch in sich aufgesogen. darin unterschied sie sich nicht von den anderen mädchen, die sie kannte, sie waren alle zu einer generation scheuer rehe oder feiger hasen erzogen worden.
die assoziation mit tieren liess sie kurz lächeln,
vor allem die falsche assoziation, da sie sich eher einer katze verwandt fühlte
zu allem bereit und durchaus fähig sich zu wehren.
auch ohne einen ziegelstein in ihrer handtasche.

jetzt lachte sie und sah auf einmal so jung aus, wie sie sich fühlte.
wie eine göre, die von zuhause weggelaufen war.
sie hatte durchaus nicht vor, am abend rechtzeitig nach hause zu kommen.

Dienstag, 30. März 2010




I like punk rock. I like girls with weird eyes. I like drugs. I like passion. I like things that are built well. I like innocence. I like and am grateful for the blue collar worker whose existence allows artists to not have to work at menial jobs. I like killing gluttony. I like playing my cards wrong. I like various styles of music. I like making fun of musicians whom I feel plagiarize or offend music as art by exploiting their embarrassingly pathetic versions of their work. I like to write poetry. I like to ignore others’ poetry. I like vinyl. I like nature and animals. I like to be by myself. I like to feel guilty for being a white, American male.

Kurt Cobain


via: http://loveyourchaos.tumblr.com/post/483919999

Montag, 22. März 2010

somewhere someone is thinking of you

"Somewhere someone is thinking of you. Someone is calling you an angel. This person is using celestial colors to paint your image. Someone is making you into a vision so beautiful that it can only live in the mind. Someone is thinking of the way your breath escapes your lips when you are touched. How your eyes close and your jaw tightens with concentration as you give pleasure a home. These thoughts are saving a life somewhere right now. In some airless apartment on a dark, urine stained, whore lined street, someone is calling out to you silently and you are answering without even being there. So crystalline. So pure. Such life saving power when you smile. You will never know how you have cauterized my wounds. So sad that we will never touch. How it hurts me to know that I will never be able to give you everything I have."

Henry Rollins