Freitag, 27. Januar 2017

Noceans 'seashour'





Song by Noceans
From the Sunject E.P.
http://noceans.bandcamp.com/


Mittwoch, 25. Januar 2017


We need a renaissance of wonder. We need to renew, in our hearts and in our souls, the deathless dream, the eternal poetry, the perennial sense that life is miracle and magic.

 E. Merrill Root


Montag, 5. Dezember 2016

bettlerträume

es gibt einen ort, an dem menschen nicht leben können. es heisst, dass dort die bäume bis in den himmel wachsen. dass sie die wohnhäuser, die weiss gott nicht klein sind, bereits jetzt verschluckt haben und weiterwachsen. wer weiss, wie gross sie noch werden. die luft ist klar. verstrahlt wie alles hier, für menschen tödlich. der himmel ist von einem leuchtenden, überwältigenden blau, ein richtiger herbsthimmel, wie der, den du zuletzt gesehen hast, als du mit deinen grosseltern draussen warst zum drachensteigen, genau so ein himmel. ein himmel, den du verloren hast, strahlend blau an den tagen, sternenflimmernd in den nächten, und von dem du fast jede nacht träumst. von dieser klaren herbstluft, die nach weiss gott was allem riecht. nach blättern und herbstfeuer, nach eiskalten nächten und dem frühen schnee. zuckerblau heisst die farbe. zusammen mit den gelben, orangen, rötlichen und rostbraunen blättern eine orgie an farben, schon fast zu schön, und da rennst du, als winziges gör, mit deinem kleinen roten drachen über dieses weite feld und deine grosseltern spazieren hinten nach. die stolzesten grosseltern der welt. die kälte treibt dir die tränen in die augen. und dein drache wird ganz hoch fliegen, du wirst ihn kaum mehr erkennen, und du wirst noch ewig daran denken. vielleicht ein leben lang.

bis auf deine grosseltern und dich sieht man weit und breit keine menschen. sie hätten dich damals allerdings auch nicht wirklich gestört. das hat sich ja geändert.

damals waren die menschen noch anders.

meine rede. und du warst es auch. du warst anders, weil du geliebt wurdest und weil du geliebt hast. und weil du die natur immer um dich hattest. immer draussen, immer unterwegs. weisst du, das braucht der mensch. die landschaft. und menschen, die anders sind als die heutigen menschen. vielleicht sind es schon zu viele, aber es ist wohl mehr als das. müssig, darüber nachzudenken. ein zuckerblauer himmel und bäume, die so gross sind, dass sie gebäude verschlucken können. und keine menschen. so weit das auge reicht. wolltest du mir noch sagen, wie unmoralisch ich mich gerade verhalte, wenn ich diese bilder ansehe und mich danach sehne? wolltest du das?


du solltest mal in mich reinschauen können, dann würdest du verstehen, dass moral der luxus ist, den meine bettlerträume sich nicht leisten können.

Mittwoch, 16. November 2016



Goodbye old friend, demon cleanser, touchstone, my inspiration on everything I have ever done - I am crying for you tonight in your native land. I want to know you’re happy where you’ve landed and save me a spot next to you please.(and Kurt) I love you Leonard. I love you so much. I’m sorry I never got to tell you. Rest in peace and exultation. xxxxx


Courtney’s reaction to the passing of Leonard Cohen


via: http://fuckyeahcourtneylove.com




Sonntag, 28. August 2016

welcome home


der highway führt heute zu einem wohlbekannten ort, der eine zeitlang verschwunden schien, doch dinge die nicht sterben können, verschwinden nicht auf dauer, und dieser ort ist einer der unsterblichen orte

heute abend werde ich mich wieder dort aufhalten, wo ich hingehöre. ich sitze in meiner fensternische, habe meinen gedichtband von rimbaud dabei und geniesse den strahl mondlicht, wie er sich glitzernd über das meer von dächern ergiesst, und ich werde glücklich sein. wie am ersten tag.


welcome home

Mittwoch, 20. Juli 2016

Thomas Feiner - Many Names




Allies
And friends
You sure travelled
By many roads

Bastards
And foes
You sure travelled
By many names

Brand me love
Scar me life
The sun goes down
For everyone
The sun sets on everyone

Blessings turned beasts
Left me careless
And unaware

Curses turned gifts
I was struck down
But I could rise

Scar me life
The sun goes down
For everyone
The sun sets on everyone.


I woke up as the sun was reddening; and that was the one distinct time in my life, the strangest moment of all, when I didn't know who I was - I was far away from home, haunted and tired with travel, in a cheap hotel room I'd never seen, hearing the hiss of steam outside, and the creak of the old wood of the hotel, and footsteps upstairs, and all the sad sounds, and I looked at the cracked high ceiling and really didn't know who I was for about fifteen strange seconds. I wasn't scared; I was just somebody else, some stranger, and my whole life was a haunted life, the life of a ghost.”


  -      Jack Kerouac, On the Road