für ainur und den lost highway
unsere wege führen immer wieder zusammen, weil wir es so wollen. was könnte schöner sein? ich vermiss dich auch aber noch mehr freue ich mich, dass wir uns jetzt kennen. *raucht noch eine vorm schlafengehen* der lost highway wieder mal - ich hab ihn auch schon vermisst. er war irgendwo hinten in meiner erinnerung, verdrängt von so vielen neuen und alten einflüssen. doch es ist immer wieder zeit, hier raufzufahren, am rand der strasse zu stehen und zu warten, bis ein auto kommt, oder selbst zu fahren und eventuell einen anhalter mitzunehmen. *lächelt ainur an* ich schwelge momentan, ain, in new romantic-träumen, die damals, als ich noch ein kind war, zu früh für mich waren. ich erträume mir chinesische pagoden und trage goldflitter im gesicht. vielleicht bin ich heute sehr, sehr glücklich.
dennoch - die uralte sehnsucht, hier ist sie wieder. nichts ist fix oder bleibt so, wie es ist. jeder zustand - ein morphen, jede welt ist virtuell. wir sind ganz und gar virtuell.
nur die uralte sehnsucht bleibt immer so, wie sie ist. und der alte highway irgendwo tief hinten in deiner erinnerung.
nachtrag:
echtheit in einem virtuellen universum, alles verändert sich, funkelt und blitzt, ist dunkel, ist licht, aber einige dinge wirken beständiger als andere. freunde zu haben, z.b. fixsterne in einem universum, das sich immer wieder neu gestaltet.
Mittwoch, 4. Juli 2012
Mittwoch, 16. Mai 2012
I woke up as the sun was reddening; and that was the one distinct time
in my life, the strangest moment of all, when I didn’t know who I was - I
was far away from home, haunted and tired with travel, in a cheap hotel
room I’d never seen, hearing the hiss of steam outside, and the creak
of the old wood of the hotel, and footsteps upstairs, and all the sad
sounds, and I looked at the cracked high ceiling and really didn’t know
who I was for about fifteen strange seconds. I wasn’t scared; I was just
somebody else, some stranger, and my whole life was a haunted life, the
life of a ghost.
Jack Kerouac, On The Road
source
Jack Kerouac, On The Road
source
Sonntag, 6. Mai 2012
Donnerstag, 3. Mai 2012
zurück in dark city. unkoordiniert, so als würde ein blinder versuchen, sich in einer fremden umgebung zurechtzufinden. in manchen gassen wünschte er sich ein nachtsichtgerät. die nacht war hier dunkler und dichter als sonstwo. aber durch eine dieser gassen musste er, um zu seiner lieblingsbar zu gelangen, die nach mitternacht noch offen hatte. die gasse war stockdunkel, die letzte strassenlaterne hatte vor einiger zeit ihren geist aufgegeben. trotz dunkelheit blieb er mitten in der gasse stehen, und zündete sich eine zigarette an. er sah vor sich hin, betrachtete den boden, seine schuhe, die pfütze regenwasser in der gosse. er rauchte und sah vor sich hin, mehr tat er minutenlang nicht. dann, mit einem grossen seufzer, der sein ganzes innenleben auszufüllen schien, hob er den blick empor zu einer der hausfassaden.
ein altes haus, herrschaftlich, noch immer prächtig. die fenster hoch, dahinter meterhohe räume. er fühlte müdigkeit und sehnsucht und so blieb er stehen, fühlte die kälte nicht, und bemerkte auch nicht, dass es zu regnen begonnen hatte. das eine fenster, zu dem er hinaufblickte, unterschied sich nicht von den anderen fenstern des hauses, und doch fixierte er es, als würde er nach einem stern ausschau halten. regen, der nachtwind und hinter einem schwarzen fenster der stern, der tief schlief, wahrscheinlich zur seite gebettet, wie sie es immer tat, hinter ihren augenlidern noch die erinnerungen an den vorigen tag, und er hoffte, es waren schöne erinnerungen, bessere als seine. er lächelte, während der regen über seine wangen lief. er würde noch ein, zwei drinks zu sich nehmen und dann wieder dieselbe gasse zurückgehen. vorbei an seiner heimat, zurück in seine wohnung gehen und dann betrunken genug sein, um einzuschlafen.
ein altes haus, herrschaftlich, noch immer prächtig. die fenster hoch, dahinter meterhohe räume. er fühlte müdigkeit und sehnsucht und so blieb er stehen, fühlte die kälte nicht, und bemerkte auch nicht, dass es zu regnen begonnen hatte. das eine fenster, zu dem er hinaufblickte, unterschied sich nicht von den anderen fenstern des hauses, und doch fixierte er es, als würde er nach einem stern ausschau halten. regen, der nachtwind und hinter einem schwarzen fenster der stern, der tief schlief, wahrscheinlich zur seite gebettet, wie sie es immer tat, hinter ihren augenlidern noch die erinnerungen an den vorigen tag, und er hoffte, es waren schöne erinnerungen, bessere als seine. er lächelte, während der regen über seine wangen lief. er würde noch ein, zwei drinks zu sich nehmen und dann wieder dieselbe gasse zurückgehen. vorbei an seiner heimat, zurück in seine wohnung gehen und dann betrunken genug sein, um einzuschlafen.
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