Dienstag, 10. September 2019
Montag, 1. Juli 2019
"What if, on a crowded street, you look up and see something appear that should not, given what we know, be there. You either shake your head and dismiss it, or you accept that there is much more to the world than we think. Perhaps it really is a doorway to another place. If you choose to go inside you may find many unexpected things."
Shigeru Miyamoto
Freitag, 22. März 2019
Sonntag, 17. März 2019
Théophile Gautier, from the Comedy of death
I have returned from the land of ghosts,
But still, I maintain the pale shade of the dead
Far away from silent kingdoms
My clothes resemble a funeral dress
On an urn, thrown from my back to the ground
Hanging along my body.
I come from the hands of a death
More miserly than the one who wept at the tomb of Lazarus;
She looks after her keep:
She releases the body, but retains the soul;
She renders the torch, but fans the flame;
And Christ would have no say.
But Alas! I am no more than a shadow of my former self,
A living tomb where lies all that I love,
Survived only by myself;
With me, I carry iced mortal remains
Of my illusions, charming and passed away
Of which I am the shroud.
I am still too young; I want to love and to live,
O death, I can’t bring myself to follow you
On your somber path;
I haven’t had the time to build the column
Where glory will come to suspend my crown;
O death, come back tomorrow!
Sonntag, 20. Januar 2019
“ The planet does not need more ‘successful people’. The planet desperately needs more peacemakers, healers, restorers, storytellers and lovers of all kinds. It needs people to live well in their places. It needs people with moral courage willing to join the struggle to make the world habitable and humane and these qualities have little to do with success as our culture is the set. ”
Tenzin Gyatso, The 14th Dalai Lama
src
Sonntag, 18. November 2018
Die Traumküste
An der Küste des Ozeans verstecke ich mich hinter Bäumen und Gebüsch. Ich kauere mich eng an den Boden, damit ich nicht entdeckt werde. Im tiefsten Schatten bin ich. Vor mir erstreckt sich der Strand, sandig und weiss. Ich bin allein hergekommen, von sehr weit her. Ich scheine eine kleine Ewigkeit weit weg zu wohnen, aber ich habe den Ozean tatsächlich gefunden, die ferne, doch nicht gänzlich fremde Küste, die ich nur zögernd betreten habe. Als würde ich ein Tabu brechen. Ich habe mich den ganzen Weg über bemüht, leise zu gehen, aber ich fürchte, dass man mich schon längst entdeckt hat und mich beobachtet. Ich bin anscheinend ein auffallender Eindringling, obwohl ich gerade dies niemals beabsichtigt hatte. Wahrscheinlich war das Pochen meines Herzens zu laut.
Dienstag, 7. August 2018
rot
rot
::sonnengeflecht::
der mann arbeitete sorgfältig, vorsichtig...eine
falsche bewegung, ein falscher atemzug nur, und das bild wäre für
immer zerstört. er hielt inne...betrachtete es. schüttelte leicht
den kopf und arbeitete weiter. zu wenig rot.
rot sollte dominieren.
davon hatte er geträumt, taggeträumt. ja, man könnte es fast
visionär nennen: rot in wellen, in rinnsalen, pfützen und bächen.
zuerst farbspritzer auf der weissen, straffgespannten leinwand,
flecken, und zuletzt der rote strom, der alles mit sich nahm, auch
ihn selbst. vor allem ihn selbst.
ein blick empor zum
wolkigen himmel, die sonne versank blutrot in schwarz, eine neue
sonne erstand im feinstofflichen lichttropfenden rot, das
sonnengeflecht, in tropfigem rot
an den rändern
zerfasert, aufgeschlüsselt zu lichtspuren, kränzen, funken,
mirakeln, dem zentrum zu.
sein atem stockte. es
war anders, als er erwartet hatte. inmitten des schwebenden
funkelnden ellipsoids, des lichterkranzes, der in zierlichster anmut
vor ihm schwebte, sah er kurz etwas, das er nicht genau erkennen
konnte. etwas, das er nicht erkennen wollte.
er wischte sich über
die augen, sah noch einmal hin...es war weg.
er sollte jetzt
aufhören. jetzt wäre der ideale zeitpunkt dafür, das wusste er
ganz genau, doch wie unter hypnose sah er weiter hinein
in die psychedelischen
wirbel von funken, schleifen und tönen,
es gehörte ihm
das funkelnde ding, wie er es liebte,
so rein war sein herz, so rein die liebe, die ihn getrieben hatte, es
zu finden
das opalisierende licht
der zweiten sonne , er trank es, er versank, er schwebte, lachte,
trieb leicht wie eine
wolke über brandig roter gischt
querte die wogen des
ozeans, den er bezwungen hatte, um das endgültige
zu finden
andächtig, ein kindertraum, der
kirchgang in einer winternacht
sein herz zerriss
genau das wollte er doch fühlen, darum das ganze,
und der schmerz, ja, er war ...
sein herz zerriss
genau das wollte er doch fühlen, darum das ganze,
und der schmerz, ja, er war ...
er war endgültig, unendlich
rein
das glück ihn zu fühlen,
zerrissen zu werden,
das unendliche glück, nicht mehr
zu sein
das unendliche lied in seinen
träumen
und er ging davon
mit dem glücksstern auf seiner
Stirn
wie in trance verrichtete er die letzten schritte seiner arbeit
wandte sich der leinwand zu, von der das rot stetig tropfte
verschlinger.
verschlinger, tobte es rund um ihn
er vergass,
was er wirklich gesehen hatte, das ding im zentrum des funkelnden
andächtigen lichterkranzes
der schleier des
wahnsinns legte sich über seine erinnerung und löschte sie aus,
doch ein sanftes versprechen war ihm gegeben in einer kirchnacht
mitten im winter, dass er es wiedersehen
werde und dann für immer und ewig
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